KontaktImpressum
 
 Mainfeeling: Startseite Mainfeeling: Startseite 
 









 

So helfen Sie Ihrer Fantasie auf die Sprünge

 

In der aktuellen Ausgabe von MAINfeeling beschreibt unsere Autorin Constanze Kleis, wie man mit Fantasie das tägliche Leben leichter in den Griff bekommt. Schließlich ist die Fantasie Kreativitätsquelle, Fortschritts-Motor und so etwas wie der Siegfried und Roy unseres Alltags. Denn nichts verleiht unserem Leben so viel Magie wie die Fantasie. Mit ihr geht vieles leichter, auch und gerade weil sie so viel mehr ist als nur die Bauanleitung für ein paar Luftschlösser. Fantasie verändert die Realität. Nicht nur, weil wir sehr entspannt von unseren Ausflügen zurückkommen. Zahlreiche Studien belegen, wie man sich allein dadurch, dass man sich ein Ziel in allen Einzelheiten ausmalt, schon auf Erfolg programmiert. Wie es sein wird, wenn man nicht mehr raucht, seine Ernährung umstellt, früher aufsteht und mehr Zeit hat – allein die Vorstellung von einer besseren Zukunft bringt uns schon ein gutes Stück weiter in die Umlaufbahn unserer Ziele. Nebenbei entdecken wir in unserem Vorstellungsvermögen stets auch Möglichkeiten, die uns die pingelige Vernunft vorenthalten hat. Selbst in den so nüchternen Naturwissenschaften ist deshalb Erkenntnis ohne Fantasie nicht denkbar. So verleihen Sie Ihrer Fantasie Flügel:

 

Planen Sie Zeit fürs Alleinsein ein und vergessen Sie das Gruppen-Brainstorming. Unsere Fantasie ist ein austrainierter Individualist. Wie eine Studie des Sozialpsychologen Wolfgang Stroebe von der Universität im niederländischen Utrecht ergeben hat, erzeugen Gruppen zwischen 20 und 50 Prozent weniger Ideen als einzeln nachdenkende Menschen.

 

Weniger ist mehr. Die Flut äußerer Reize lässt kaum Raum für Fantasie. Deshalb: Einfach einmal alles abschalten, kein Programm machen und die Gedanken von der Leine der Vernunft lassen. So erschafft man neue Möglichkeitsräume.

 

Konzentration. Intensive Beschäftigung mit einer Sache lässt die Fantasie erst so richtig aufblühen. Große Entdecker hatten ihren ‚Heureka’-Moment ja nicht in einem ihnen fremden Fachgebiet, sondern in ihren Ressorts – einfach, weil sie enorm viel Wissen parat hatten und das in Gedanken auch einmal an der langen Leine spazieren führten.

 

Geschichten erfinden. Setzen Sie sich einfach mal allein in ein Café und überlegen Sie sich Kurzbiografien für die Menschen um sie herum.

 

Kindskopf sein. Ein Erwachsener bezieht bei einer Entscheidung nur drei bis sechs Handlungsalternativen ein. Ein Kind bis zu sechzig.

 

Neue Wege beschreiten. Zur Oper, statt auf den Fußballplatz, in die Berge statt an die See, Camping statt Hotel. Die schöne Vielfalt an Unterschiedlichkeiten schafft neue Reize, das Gehirn belohnt die neue Erfahrung mit vermehrter Ausschüttung von Neurotransmittern wie Dopamin (auch als das ‚Glückshormon’ bekannt) und mit neuen Verknüpfungen von Synapsen. Wenn wir etwas neu lernen oder anders tun, verknüpfen sich viele der Zellen in verschiedenen Bereichen unseres Gehirns neu, wir erweitern unsere Möglichkeiten und damit auch unser Fantasierepertoire.

 

Öfter mal ein Nickerchen einplanen. Experimente an der University of California legen den Schluss nahe, dass der REM („rapid eye movement“)-Schlaf die Kreativität bei Problemlösungen steigert.

 

Think Pink! Farben sind ein zentrales Element allen Schöpferischen. So gilt etwa Violett als Inspirationsquelle schlechthin. Leonardo da Vinci nutzte den farbton, um in Kontakt mit dem göttlichen Prinzip zu kommen und Wagner dekorierte sein Heim in Lila, um beim Komponieren Hilfe zu haben.

 

Mutig sein. Alles denken – nichts zensieren. Wie in diesem kleinen Test: 1. Wie bringst Du eine Giraffe in den Kühlschrank? 2. Wie einen Elefanten? 3. Der König der Löwen hält eine Tier-Konferenz ab. Welches Tier ist abwesend? 4. Du sollst einen Fluss überqueren - der allerdings ist von ziemlich gefräßigen Krokodilen bewohnt.. Was tust Du?/ Antworten: 1. Ich öffne den Kühlschrank und stelle die Giraffe rein. 2. Ich hole die Giraffe raus und stelle den Elefanten rein. 3. Der Elefant. 4. Ich schwimme einfach durch, die Krokodile sind ja gerade bei der Tier-Konferenz.

 

 

(von Constanze Kleis)